Mittwoch, 15. Mai 2013

San Francisco ist bunt.

Es gibt auch andere Farben in Calafialand als orange und blau.
Von "open" bis "do not enter" sind alle Grooves möglich: Hauptsache "it's tops"!
Hier stellt sich bei der Deutung eine gewisse Ratlosigkeit ein. Dann lassen wir's eben.
Immer mit dabei: die Anschlussstellen für Feuerwehrschläuche.
Trapezkünstler auf blauem Grund.

Donnerstag, 9. Mai 2013

Das leibliche Wohl

Stanford sorgt nicht nur für geistigen Fortschritt, sondern auch für das leibliche Wohl: Findet ein öffentlicher Vortrag statt, dann ist das meistens über Mittag mit offeriertem Lunchbuffet:
Hier ein mexikanisches Menu (Reis, Fleisch, Bohnen, Guacamole, Burrito und Tachos)
Kurz vor zwölf deckt man sich ein...

... setzt sich in den Vortragsraum (hier ein asiatisches Nudelgericht - das lässt sich am schlechtesten diskret essen)...
... mampft und hört dem Referenten / der Referentin, zu.
Desserts sind klein aber oho.

Man achte also besonders auf folgende Zeile:
"Lunch will be provided".

Dienstag, 7. Mai 2013

Karminroter Zylinderputzer (Callistemon citrinus)

Ziert so manchen Garten, Strasse und Hecke: Der karminrote Zylinderputzer. Und wächst nicht nur in Australien, wie Wiki behauptet.


Calafialand - Veloland II

Auf dem Veloweg zur Uni passieren wir diesen Stanford-Grenzstein im Blumenbeet.
Die Reise beginnt hier und führt auf der zur "Bike Lane" deklarierten Bryant Street, auf der man an Kreuzungen meistens Vortritt hat, durch endlose Baumalleen.
Schwierig wird's nur manchmal bei diesen 4-Way-XINGs (XING = Cross-ing/Kreuz-ung), weil nicht immer klar ist, ob die Autofahrer auf ihrem Rechtsvortritt beharren, oder ob sie die Velos durchwinken. Letzteres scheint aber die Regel zu sein.
Hier haben auch mal zwei Velos nebeneinander Platz.
Wenn wir beim Rückweg noch in Palo Alto Downtown vorbeiwollen, fahren wir über den Palm Drive!
What a feeling! :-)
Durch dieses Tor kommt man auf den Palm Drive, die offizielle Einfahrt zur Uni.
Und wer immer noch nicht glaubt, wie velofreundlich hier alles ist: Das sind Schilder vor einem Supermarkt, bei dem Velofahrer ihre Trinkflaschen gratis mit Wasser auffüllen dürfen.

Montag, 6. Mai 2013

Gibt es Amerika?

amerika git's nid
(züri west, 1994)


Wer nicht lesen will, kann es sich auf Youtube vorsingen lassen.
Und wer Mühe hat mit Schweizerdeutsch, liest besser gleich die Kurzgeschichte von Peter Bichsel ("Amerika gibt es nicht", 1993), auf dem das Lied basiert. Mir hat die Geschichte immer gefallen, hoffe aber doch, dass der Blog einigermassen glaubwürdig wirkt...

das isch d'gschicht vom colombo
nid vo däm us dr serie
vo eim wo irgendeinisch z'spanie het gläbt
u geng echli dr depp isch gsii
u nüt het chönne
u immer komischs züg verzeut het
u sech nüt drbii het dänkt
bis ihm einisch eine gseit het: du muesch irgendöppis wärde
du muesch öppis us dr mache
di nimmt doch niemer ärnscht eso
u die meischte lüt hie lachen über di
was cha me de so wärde
het'r gfragt - was bisch de du
i bin e seemaa - het dr anger gseit
i fahre mit mim schiff use uf ds meer
u chume viu ir wäutschicht ume
das tönt sehr intressant - das gfieu mr o
het dr colombo gseit - i wirden e berüehmte seemaa

u är het's aune lüt verzeut
u aui lüt hei afa lache
u är het gseit: dir wärdet's gseh
u d'lüt heit gseit: du verzeusch sache
u är isch hässig worde
u d'lüt si vor lache fasch verreckt
u är het d'schtadt verla
u het sech irgendwo im waud versteckt
dert isch'r 13 wuche blibe - 13 wuche i de büsch
u d'lüt hei gsuecht u hei sech gschämt
u niemer het gwüsst won'r isch
u niemer het meh glacht won'r am ne schöne morge wieder da isch gsii
hei aui fröi gha
u won'r gseit het: bittesehr
i han es nöis land entdeckt
es ligt dert irgendwo im meer
hei aui fröid gha
u si nätt gsii
u hei äxtra ganz furchtbar ärnschti gsichter gmacht

nume dr seemaa us dr erschte schtrofe
amerigo vespucci isch si name
isch zuefäuig i dr schtadt gsii
u het gseit: schön für di aber i gloube dr's nume wenn i's säuber gseh ha
u är het sech glii druf uf e wäg gmacht
u genau nach 13 wuche um ne tag u eire nacht isch'r ändlech wieder zrügg gsii
u d'lüt si au zum hafe abe
u dr colombo isch närvös worde u haub chrank wüu'r het gloge
u är het fürchterlichi angscht gha
u isch bleich gsii
u het niemerem i d'ouge gluegt

aber dr vespucci het glachet u isch vor d'lüt häregschtande
u het em colombo zuezwinkeret u grüefft är heigi's gfunde
u dr colombe het fröid gha dass'r ne nid het verpfiffe
u het amerigo amerigo grüeft u d'lüt hei ou afa rüefe
u dr colombo isch berüemt worde u bis a ds ändi vo sine tage
isch'r nie so richtig sicher gsii u het sech nie drfür gha z'frage
öb's amerika würklech git
wüu mit dr ziit si geng meh lüt derthäre gange u wieder zrüggcho
u hei verzeut u no bis hüt verzeue immer aui ds gliiche
u niemer weiss eigentlech meh aus das won'r vorhär scho het gwüsst
u aui hei geng ds gliiche gseh
u das tönt doch irgendwie verdächtig
u schmöckt irgendwie nach drääibuech u nach hollywood

amerika git's nid
sie hei's gar nie gfunde
amerika git's nid
das sich nume e gschicht
amerika git's nid
aues gloge u erfunde
amerika git's nid
amerika isch nume es grücht

... aber wer weissvielleicht ist das ja wirklich alles nur erfunden und wir sitzen immer noch in Aktau? :-) The decision is yours.

Donnerstag, 2. Mai 2013

International Orange

Die Golden Gate Bridge ist übrigens nicht golden, sondern orange, und zwar "international Orange" - eine Signalfarbe, die v.a. in der Luftfahrtindustrie verwendet wird (ich habe den Bloghintergrund entsprechend angepasst).
Aber auch sonst ist die Farbkombination orange-blau recht häufig anzutreffen.
Zum Beispiel im Glasfenster der Mission San Francisco de Asis.



Und dazu passen auch noch unsere ersten Touri-Fotos.

Die Luft der Freiheit weht

Also: Stanford. Hier weht die Luft der Freiheit - eine ziemlich teure Freiheit für Leute, die kein Stipendium haben.
Das Motto geht auf den deutschen Humanisten Ulrich von Hutten (1488–1523) zurück und wurde von David Starr Jordan, dem ersten Präsidenten der Stanford University, eingeführt (siehe Wiki). Noch genauer erklärt's Gerhard Casper hier.
In der Tat gibt es unzählige Möglichkeiten, an der frischen Luft zu arbeiten. Dieser Innenhof der "School of Law" ist bereits zu einem Lieblingsplatz geworden, besonders zum Bloggen.
Aber auch innerhalb gibt es immer reichlich Arbeitsplätze. Das ist eine von vielen Bibliotheken, die Meyer Library.
Die Bäume sind bäumig.
Der Hoover-Tower, in dem sich das Archiv für Sowjethistoriker befindet.

Viel Platz für Fahrräder.
Und das ist die Green Library, bisher unser häufigster Arbeitsplatz, ...
... "which is REALLY WONDERFUL"!
So die wahren Worte der uns mit Wonne und mit viel Zuneigung zu ihrem Arbeitsort in die Bibliothek einführenden Angestellten.
Hierzu noch ein Konversationsmüsterchen: "You came on a wonderful day! And every day is like this!!"
Dagegen gibt es bisher wirklich wenig einzuwenden. Sarkastische Bemerkungen müssen draussen bleiben.